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Guter Start ins Jahr für die Tourismusbranche

In den nächsten Tagen steht unsere Region wieder ganz im Zeichen des wohl populärsten Wintersports überhaupt. Vom Donnerstag an wird erneut der IBU Biathlon-Weltcup in Oberhof ausgetragen. Besonders für Gastronomiebetriebe ist das sportliche Großevent ein Volltreffer und wird die ohnehin schon sehr gute Stimmung der Branche noch weiter anheizen.

 

Über die Hälfte der Betriebe beurteilt ihre Geschäftslage als gut wie der aktuelle Saisonbericht für die Tourismusbranche der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) zeigt. 87 Prozent der Gastwirte und 83 Prozent der Beherbergungsbetriebe rechnen damit, dass sich dies fortsetzen oder sich die Geschäftslage sogar verbessern wird. Bereits in den Sommermonaten erreichten knapp neun von zehn Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben in Südthüringen stabile oder gestiegene Umsätze, obwohl die Gästeankünfte und Gästeübernachtungen im Rekordsommer 2018 sogar um 9 Prozent bzw. 8 Prozent zurückgingen. Die Konjunkturklimaindikatoren als geometrisches Mittel der Lage- und Erwartungsbeurteilungen erreichen mit 123 bzw. 121 Punkten im Gastronomie- bzw. Beherbergungsgewerbe Spitzenwerte.

 

„Das Gastgewerbe ist ein sehr wichtiger weicher Standortfaktor für die Region. Großevents wie der Biathlon-Weltcup helfen, die Region national und international bekannter zu machen. Entscheidend ist bei diesen Events, durch Qualität und Gastfreundlichkeit positiv aufzufallen und das Image der Region zu verbessern. Eine Herausforderung bleibt jedoch, dies mit Nachhaltigkeit zu untersetzen. Dazu bedarf es auch privater Investitionen“, kommentiert Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

 

Laut Saisonumfrage der IHK Südthüringen will jedoch ein großer Teil der Tourismus-unternehmen weniger oder gar nicht investieren (38 Prozent der Beherbergungsbetriebe und 53 Prozent der Gastronomiebetriebe). Ein Grund für die zurückhaltende Investitionsbereitschaft sind bestehende Fachkräfteengpässe. Etwa jeder zweite Betrieb betrachtet diese als ein wirtschaftliches Risiko für die eigene Unternehmensentwicklung. „Der politische Handlungsbedarf ist hier besonders groß. Bisher werden die Fachkräfteengpässe der Branche politisch unterschätzt, auch deshalb, weil zu wenige Unternehmen ihre freien Stellen bei der Arbeitsagentur melden, sagt Dr. Pieterwas. Speziell das derzeit diskutierte Fachkräfte-einwanderungsgesetz sollte nachgebessert werden und das Gastgewerbe als Branche mit besonderem Bedarf berücksichtigen. In Südthüringen geben 57 Prozent der Gastronomiebetriebe einen Bedarf an Fachkräften aus Drittstaaten an.

 

Suhl, 08.01.2019