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Wachstum verlangsamt sich - Konjunkturbericht Jahresbeginn für den Landkreis Sonneberg

Im Landkreis Sonneberg bleibt die Wirtschaft auch in den nächsten Monaten stark beschäftigt. Fachkräfteengpässe, steigende Kosten und verschlechterte politische Rahmenbedingungen bremsen jedoch das Wachstumstempo. Dies zeigt die Konjunkturbericht Jahresbeginn 2019 der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) auf Basis einer Unternehmensbefragung aus dem Landkreis Sonneberg.

Die Geschäftslage stellt sich für die Unternehmen wie in den vorangegangenen Umfragen positiv dar. 49 Prozent bewerten die Lage als gut, weitere 38 Prozent als saisonüblich bzw. befriedigend. Die Aufträge haben sich bis zuletzt positiv entwickelt, 35 Prozent der Unternehmen melden Auftragssteigerungen gegenüber dem Vorjahr, 51 Prozent keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Auch die Ertragslage stellt sich mehrheitlich gut dar. 29 Prozent der Unternehmen konnten nochmals ihr Ergebnis verbessern, weitere 46 Prozent erreichten erneut die Vorjahreswerte.

Im Ausblick auf die kommenden Monate erwarten jedoch weniger Unternehmen als in den Vorumfragen weitere Zuwächse: 13 Prozent erwarten bessere Geschäfte, 71 Prozent eine Entwicklung auf dem aktuell erreichten Niveau. Der Konjunkturklimaindikator, ein geometrisches Mittel aus den Lage- und Erwartungseinschätzungen der Unternehmen, geht um 3 Punkte auf 115,0 von 200 möglichen Punkten zurück. Es ist nicht der erste Rückgang. Nachdem er im Herbst 2017 sein Maximum von 135,6 Punkten erreicht hatte, sinkt er zum wiederholten Male.

„Angesichts eines langsameren Wirtschaftswachstums in vielen Partnerregionen, politischer Unsicherheit im Handel, hoher Rohstoff- und Faktorkosten und den weiterhin ausgeprägten Fachkräfteengpässen wird es zunehmend schwerer, die Betriebsergebnisse weiter zu verbessern.  Gleichwohl gehen wir davon aus, dass auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen für etliche Unternehmen Steigerungspotential besteht. Hierfür sprechen vor allem die für die nächsten Monate geplanten Investitionsvorhaben“ erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

In den kommenden Monaten planen 71 Prozent der Unternehmen die Durchführung von Investitionsprojekten, darunter 19 Prozent in steigendem Umfang. Neben Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen stehen vor allem Betriebserweiterungen angesichts der hohen Nachfrage an. Vor allem in der Industrie wird erweitert. In der Branche wollen 38 Prozent der Unternehmen die bestehenden Kapazitäten nochmals ausweiten.

Angesichts der Arbeitsmarktlage gehen diese Investitionen mit zunehmender Automatisierung einher. So erwarten 13 Prozent aller Unternehmen und 17 Prozent der Industriebetriebe steigende Mitarbeiterzahlen. Diese Anteile fallen erheblich geringer aus als im Bereich der Betriebserweiterung. Weitere 73 Prozent der Unternehmen erwarten einen stabilen Personalbestand. Hierin lässt sich eine Reaktion auf die erheblichen Fachkräfteengpässe erkennen, die 72 Prozent der Unternehmen als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung einstufen.

Zur Information:
Basis der Angaben ist eine repräsentative Konjunkturumfrage der IHK Südthüringen, die im Januar 2019 durchgeführt wurde. Zur IHK Südthüringen mit 28.500 Mitgliedsunternehmen gehören auch ca. 4.100 Unternehmen aus dem Landkreis Sonneberg. Den branchenmäßig größten Anteil stellen die 1.700 Dienstleister mit 8.300 Beschäftigten, gefolgt von 1.100 Handelsunternehmen mit 1 800 Beschäftigten. Zur Industrie gehören im Landkreis Sonneberg 450 Unternehmen mit 9.100 Beschäftigten.


Suhl, 15.02.2019