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Optimistischer Jahresausblick

Konjunkturbericht Jahresbeginn der IHK Südthüringen für die Stadt Suhl
Umfangreiche Investitionen und einige Neueinstellungen plant die Suhler Wirtschaft für das Jahr 2019. Nach einer Stimmungseintrübung zum Jahreswechsel soll die Wirtschaft für die kommenden Monate gut gerüstet sein. Jedes dritte Unternehmen will mit neuen Produkten und Dienstleistungen punkten, jedes vierte die Kapazitäten erweitern. Sorgen bereiten jedoch die Fachkräfteengpässe und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Dies zeigt der Konjunkturbericht Jahresbeginn 2019 der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen auf Basis einer Umfrage unter Suhler Unternehmen.

Die aktuelle Geschäftslage bewerten 39 Prozent der Unternehmen als gut und weitere 50 Prozent als saisonüblich. Gegenüber den letzten beiden Umfragen hat sich die Lagebeurteilung verschlechtert. Dies hat zum einen saisonale Gründe. Zum anderen wirken speziell in der Industrie bereits seit einigen Monaten Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen: Die Umstellung auf den neuen Abgasmechanismus WLTP bremst bereits seit einigen Monaten den Pkw-Absatz in Europa. Politisch herbeigeführte Störungen auf dem Weltmarkt erschweren den Export.

Die Unternehmen sind jedoch überwiegend zuversichtlich, dass sich 2019 insgesamt positiv entwickeln wird. So erwarten 26 Prozent der Unternehmen bessere Geschäfte, 63 Prozent keine Veränderung der aktuellen Lage. Verglichen mit den Südthüringer Landkreisen herrscht in Suhl die höchste Zuversicht. Verglichen mit Südthüringer Städten ist lediglich die Ilmenauer Wirtschaft zuversichtlicher: Dort erwarten sogar 38 Prozent der Unternehmen bessere Geschäfte und 56 Prozent keine Veränderung.

Im Vergleich zum Herbst 2018 geht der Suhler Konjunkturklimaindikator um 10 Punkte zurück und erreicht nun 121 von 200 möglichen Punkten. Der Indikator ist ein geometrisches Mittel aus Geschäftslage und Erwartungen. Der aktuelle Rückgang basiert auf der Beurteilung der Geschäftslage. Die positiven Geschäftserwartungen signalisieren, dass im Laufe des Jahres mit wieder stärkerer Dynamik zu rechnen ist.

Belegt wird dies insbesondere durch die Investitionsneigung der Unternehmen. 89 Prozent wollen branchenübergreifend in 2019 investieren. Nie war dieser Anteil höher. Neben Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen soll vor allem in die Produktentwicklung investiert werden. Darüber hinaus stehen Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen an. Letztere sollen zum Teil durch Einstellungen flankiert werden: 11 Prozent der Unternehmen beabsichtigen Neueinstellungen, weitere 87 Prozent keine Veränderung des Beschäftigungsstands.

„Für die hohe Investitionsdynamik der Suhler Wirtschaft sind stabile wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen wichtig. Derzeit sehen wir, wie sich deutschland- und weltweit Wachstumseinbußen infolge von politischen Fehlentscheidungen auswirken. Gute Rahmenbedingungen sind aber auch vor Ort wichtig. Der wirtschaftsfreundliche Umbau der Suhler Stadtverwaltung weist zwar in die richtige Richtung. Zu guten Rahmenbedingungen gehören aber auch niedrige Kommunalsteuern. Der neue Oberbürgermeister bleibt daher weiter gefordert“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

Jedes zweite Unternehmen in Suhl betrachtet die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Konjunkturrisiko. Lediglich die Fachkräfteengpässe werden als bedrohlicher wahrgenommen, wobei der Anteil betroffener Firmen mit 58 Prozent erheblich geringer ist als in den anderen Kommunen. Das drittgrößte Risiko ist mit einem Anteil von 49 Prozent die Entwicklung der Inlandsnachfrage.

Zur Information:
Basis der Angaben ist eine repräsentative Konjunkturumfrage der IHK Südthüringen, die im Januar 2019 durchgeführt wurde. Zur IHK Südthüringen mit 28.500 Mitgliedsunternehmen gehören auch ca. 2.700 Unternehmen aus der Stadt Suhl. Den branchenmäßig größten Anteil stellen die 1.400 Dienstleister mit 9.200 Beschäftigten, gefolgt von 700 Handelsunternehmen mit 2.200 Beschäftigten. Zur Industrie gehören in der Stadt Suhl 170 Unternehmen mit 2.700 Beschäftigten.


Suhl, 18.02.2019