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Netzentwicklungsplan 2030

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen hat am 4. März 2019 eine Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan Strom 2030 (2019) bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Darin wird ein möglicher Verlauf der SuedLink-Trasse durch Thüringen ebenso wie ein Verlauf der geplanten Stromtrasse P44 auf dem Abschnitt zwischen der Landesgrenze und Grafenrheinfeld (M28b) durch Thüringen abgelehnt.
    
Unverändert sieht die IHK Südthüringen die Aspekte Kosten, nachhaltige Nutzung vorhandener Infrastruktur, Natur- und Tourismusverträglichkeit sowie  Geradlinigkeit zwischen den Anfangs- und Endpunkten bei einem Verlauf der SuedLink-Trasse durch Thüringen nicht ausreichend berücksichtigt. „Statt vorhandene Trassen umzurüsten, wird immer noch der Trassenneubau durch die touristisch und kulturlandschaftlich sensiblen Regionen z. B. der Rhön und des Heldburger Landes favorisiert“, kritisiert Tilo Werner, Abteilungsleiter Innovation und Umwelt | International der IHK Südthüringen.

Der weitere Ausbaubedarf der Stromnetz-Infrastruktur zur Umsetzung der Energiewende wird von der IHK Südthüringen zwar grundsätzlich anerkannt. Es bestehen jedoch erhebliche Zweifel daran, ob die im Netzentwicklungsplan 2030 aufgeführten Stromtrassen für eine kostenoptimale Integration erneuerbarer Energien in den Strommarkt tatsächlich notwendig sind. Bei der aktuellen Erarbeitung des Netzentwicklungsplans wurden die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbarten Ziele für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien berücksichtigt, entsprechend wurde gegenüber dem NEP 2030 (2017) nochmals ein erhöhter Netzausbaubedarf festgestellt.

Damit ergeben sich gegenüber dem 2017 festgestellten Ausbaubedarf Mehrkosten von rund 20 Milliarden Euro, die in die Netzentgelte einfließen, damit den Strompreis verteuern und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft weiter verschlechtern würden. „Aufgrund der immer weiter steigenden Kosten für den Stromnetzausbau fordern wir die Bundesregierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Netzausbau auf das zum Gelingen der Energiewende erforderliche Maß zu begrenzen. Um die Kosten für den Stromnetzausbau einzudämmen, muss auch der politisch gewollte Erdkabelvorrang kritisch hinterfragt werden, zumal eine Akzeptanzsteigerung durch die Erdverkabelung derzeit nicht zu erkennen ist“, bekräftigt Werner.

Suhl, 05.03.2019