Systemprüfung fehlgeschlagen!
Diese Website verwendet JavaScript.
In Ihrem Browser ist dies nicht aktiviert.
 

Kaum beherrschbar für kleine Unternehmen – Ein Jahr Datenschutz-Grundverordnung

IHK Südthüringen bietet Beratung und Weiterbildungen

Vor einem Jahr ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU DS-GVO) in Kraft getreten. Nach wie vor stellt ihre Umsetzung viele Südthüringer Unternehmen vor große Herausforderungen. Nur jeder zweite Betrieb geht davon aus, dass er die Vorgaben der DS-GVO umfassend umgesetzt hat. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK). Jedes siebte Unternehmen hat nach eigenen Angaben Beratungsbedarf. Beratung erhalten Unternehmen von der IHK Südthüringen, die auch verschiedene Weiterbildungen anbietet.

Die Herausforderungen sind an den betrieblichen Abläufen erkennbar. So haben 55 Prozent der größeren Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten organisatorische Veränderungen aufgrund der EU DS-GVO vorgenommen. In Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Beschäftigten sind es 36 Prozent. Zu den auferlegten Neuerungen zählen beispielsweise die Dokumentation der Datenverarbeitung, die Installation eines Datenschutzbeauftragten, die Anpassung der Kundenkommunikation oder die Einführung von Datensicherungskonzepten.

Die Umsetzung der DS-GVO fällt den Unternehmen keineswegs leicht. Sechs von zehn Südthüringer Unternehmen sehen Hindernisse in der Umsetzung, allen voran den bürokratischen Mehraufwand, zusätzliche Kosten und den erforderlichen Zeitbedarf. Ebenso fehlt es an Kundenakzeptanz, da Kunden zum Teil genervt vom Formularwust sind. „Der Datenschutz darf die betrieblichen Abläufe im Tagesgeschäft nicht stören. Das ist bei der deutschen Gründlichkeit bei der Umsetzung von europäischen Normen nicht auszuschließen“, sagt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.
Für zwei Drittel der Unternehmen in Südthüringen ist die Umsetzung der Vorschriften darüber hinaus mit zusätzlichen Kosten verbunden. Betroffen sind davon insbesondere die Industrie (73 Prozent) sowie größere Unternehmen ab 50 Beschäftigten (81 Prozent). Kostentreiber sind in erster Linie externe Datenschutzbeauftragte, Mitarbeiterschulungen und Personalaufwände sowie die Anschaffung neue Hard- und Software.

Nicht zuletzt besteht in 15 Prozent der Unternehmen nach wie vor Beratungsbedarf zum Thema DS-GVO. Der Bedarf ist in Betrieben mit 10 bis 49 Beschäftigten am größten (20 Prozent). Die IHK Südthüringen steht Unternehmen für Fragen zur Umsetzung der DS-GVO gern zur Verfügung. Ebenso bietet die IHK Südthüringen verschiedene Weiterbildungsangebote an, darunter „Erste Erfahrungen mit der DSGVO - Das neue Datenschutzrecht im Arbeitsleben“ am 29. Oktober 2019 in Suhl, am 26. November 2019 in Sonneberg und am 10. Dezember 2019 in Arnstadt. Weitere Informationen erhalten Interessenten unter www.suhl.ihk.de. 

Suhl, 20.05.2019