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Binnennachfrage beschert Zuwächse

Konjunkturbericht Frühsommer 2019 der IHK Südthüringen für den Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Die Stimmung der Wirtschaft im Landkreis Schmalkalden-Meiningen hat wieder verbessert. Getragen von einer starken Binnennachfrage bewertet derzeit jedes zweite Unternehmen die Lage als gut. Auch die Erwartungen an die nächsten Monate haben sich wieder verbessert. Insbesondere aus dem südöstlichen Teil des Landkreises kommen positive Stimmen. Dies zeigen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühsommer 2019, die die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) für den Landkreis Schmalkalden-Meiningen ausgewertet hat.

Derzeit bewerten 49 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut und 39 Prozent als saisonüblich bzw. befriedigend. Für die kommenden Monate erwarten 16 Prozent noch bessere Geschäfte, weitere 66 Prozent keine Veränderung. Der Konjunkturklimaindikator der IHK Südthüringen, ein geometrisches Mittel der Lage- und Erwartungseinschätzungen der Unternehmen erreicht 116,3 Punkte, 4 Punkte mehr als zu Beginn des Jahres, allerdings 12 Punkte weniger als vor einem Jahr.

Regional unterscheiden sich die Werte des Indikators stark. So werden z. B. 125,7 Punkte in Meiningen, 113,5 Punkte in Zella-Mehlis, 99,1 Punkte in Schmalkalden und 95,8 Punkte in Brotterode-Trusetal erreicht.

„Die Konjunktur entwickelt sich seit einigen Monaten weniger dynamisch. Vor allem internationale Handelskonflikte sind die Ursache. Diese Entwicklung erscheint uns gern weit entfernt. Viele unserer Unternehmen sind jedoch international aufgestellt oder als Zulieferer indirekt von Veränderungen der Auslandsnachfrage betroffen. Zuwächse kommen zurzeit vor allem aus dem Inlandsgeschäft“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

So bewerten vor allem Unternehmen mit Kunden direkt vor Ort oder im Inland die Geschäfte als gut. Im Landkreis herrscht mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent Vollbeschäftigung, die Einkommen sind nach aktuellen Angaben der amtlichen Statistik im letzten Jahr nominal um 3,3 und nach Abzug der Inflationsrate um 1,5 Prozent gestiegen.

Über alle Branchen betrachtet melden daher 56 Prozent der Unternehmen Gewinne, weitere 37 Prozent arbeiten kostendeckend. Die Ertragslage hat sich gegenüber dem letzten Jahr für 19 Prozent der Unternehmen verbessert, für 58 Prozent blieb sie unverändert. Dies sind gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung. Die Nachfragebedingungen und die Liquiditätsausstattung erlauben es 79 Prozent der Unternehmen, für dieses Jahr Investitionsprojekte zu planen. Neben Modernisierung stehen vor allem kostensenkende Maßnahmen und Erweiterungsinvestitionen an.

Zugleich wollen 12 Prozent der Unternehmen weiteren Personalaufbau vornehmen, 75 Prozent erwarten keine Änderung der Mitarbeiterzahl. Wie schnell sich die Personalplanungen realisieren lassen, hängt nicht zuletzt vom Geschick der Unternehmen ab, Arbeitssuchende mit guten Angeboten für ihr Unternehmen zu interessieren. Fachkräfteengpässe sind weit verbreitet: 70 Prozent der Unternehmen sehen hierin ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Weitere Risiken bestehen in der weiteren Entwicklung der Binnennachfrage (Anteil: 49 Prozent) und der Energiepreise (Anteil: 46 Prozent).

Zur Information:
Basis der Angaben sind eine repräsentative Konjunkturumfrage der IHK Südthüringen, die im Januar 2019 durchgeführt wurde, sowie Angaben des Thüringer Landesamts für Statistik und der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Zur IHK Südthüringen mit 28.500 Mitglieds-unternehmen gehören auch ca. 9.300 Unternehmen aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Den branchenmäßig größten Anteil stellen die 3.800 Dienstleister mit 17.500 Beschäftigten, gefolgt von 2.400 Handelsunternehmen mit 5.500 Beschäftigten. Zur Industrie gehören im Landkreis Schmalkalden-Meiningen 900 Unternehmen mit 14.600 Beschäftigten.

Suhl, 12.06.2019