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Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung - ein wichtiger Bestandteil des Berufsausbildungsvertrages
Jeder Auszubildende hat Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Diese ist nach dem Lebensalter des Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich ansteigt (§ 17 Abs. 1 BBiG). Es ist Sache des Ausbildenden und des Auszubildenden sowie der Tarifvertragsparteien, die Ausbildungsvergütung im einzelnen, namentlich ihre Höhe, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen eigenverantwortlich festzulegen. Soweit Tarifsätze Anwendung finden, hat der Auszubildende mindestens Anspruch auf die tarifvertraglich vorgesehene Vergütung. Dies sieht auch das Ausbildungsvertragsmuster vor. Aber auch, wenn die tariflichen Sätze nicht ausdrücklich vereinbart sind, gelten diese, sofern ein Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt worden ist. Auskünfte über Tarifsätze und Richtwerte geben die zuständigen Tarifparteien (Arbeitgeberverbände; Gewerkschaften) oder die Kammer.

 

Hier finden Sie die aktuellen Ausbildungsvergütungen in Thüringen.



Angemessene Vergütung vorgeschrieben
Soweit Tarifverträge nicht bestehen oder im Einzelfall keine Anwendung finden, muss die Vergütung jedenfalls angemessen sein. Für die Frage, ob die vereinbarte Vergütung angemessen ist, sind die in der Branche verwendeten Tarifverträge Richtschnur. Eine Unterschreitung um mehr als 20 % ist nicht mehr angemessen (Bundesarbeitsgericht, EzB Nr. 55 zu § 17 Abs. 1 BBiG). Sofern sich die Ausbildungsvergütung nach einem Tarifvertrag bemisst, kommen dem Auszubildenden auch spätere Erhöhungen zugute. In den übrigen Fällen kann die Vergütung, falls keine Anpassung erfolgt, unangemessen werden. Der Auszubildende hat dann Anspruch auf die als angemessen anzusehende Vergütung.



Wichtiger Hinweis
Bei Unterschreitung der Angemessenheitsgrenze ist die Vergütungsvereinbarung nichtig und somit auch rückwirkend einklagbar. Hierzu vermag die Tatsache, dass sich unter Umständen die Vertragsparteien untereinander auf eine zu niedriger Vergütung geeinigt haben nichts zu ändern, denn die Bestimmungen des BBiG stehen nicht zur Disposition der Vertragsparteien.




Ansprechpartner

Carola Henn
Tel.: 03681 362-163
Fax: 03681 362-440
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