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"Going International 2019“ - Auslandsgeschäft: Erwartungssaldo erreicht Nullpunkt

Die Abkühlung der globalen Konjunktur macht sich bei den international agierenden deutschen Unternehmen bemerkbar. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) „Going International 2019“. Die bundesweite Umfrage des DIHK ist mit Unterstützung von 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Deutschland erstellt worden. An der Befragung im 1. Quartal 2019 haben sich über 2.100 auslandsaktive Unternehmen mit Sitz in Deutschland beteiligt. Die aktuelle Umfrage führt die gleichnamigen jährlichen Analysen aus den Jahren 2005 bis 2018 fort.

Handelsstreitigkeiten, Brexit und Unsicherheiten im Zusammenhang mit Sanktionen bremsen die Auslandsgeschäfte und trüben die Stimmung der exportorientierten deutschen Wirtschaft. Weltweit erwarten nur noch 15 Prozent der Betriebe eine Verbesserung ihrer Geschäfte. Genauso viele rechnen mit einer Verschlechterung. Damit erreicht der Erwartungssaldo aus besser und schlechter-Bewertungen einen Nullpunkt. Das ist der niedrigste Wert seit der Finanzkrise. Vor einem Jahr hatte der Erwartungssaldo immerhin noch plus 15 Prozentpunkte betragen.

Fast jedes zweite Unternehmen registriert für seine Geschäfte in den vergangenen zwölf Monaten eine Zunahme von Handelshemmnissen im Ausland. Von den Betrieben, die einen Anstieg an Handelsbarrieren feststellen, beklagen 56 Prozent Auswirkungen von Sanktionen (und Gegensanktionen) sowie Benachteiligungen durch lokale Zertifizierungs- und Sicherheitsanforderungen. Solche handelspolitischen Schranken führen zu höheren Kosten und längeren Lieferzeiten im Auslandsgeschäft. Unter Umständen verhindern sie sogar den Abschluss von Geschäften. Vor allem in Russland, den USA, der MENA-Region und in der Türkei kämpfen die Betriebe mit derartigen Hindernissen. Die erwogene Einführung von amerikanischen Importzöllen auf europäische Autos und die zu erwartenden entsprechenden Gegenmaßnahmen der Europäischen Union (EU) bergen zudem die Gefahr einer Eskalation mit Zöllen und Gegenzöllen.

Bezeichnung Größe in Bytes  
DIHK-Umfrage Going International 2019.pdf 1.060.926
Summary Going International 2019.pdf 88.424

Ansprechpartner

Tilo Werner
Tel.: 03681 362-203
Fax: 03681 362-220
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