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9. Mitteldeutscher Exporttag

fand am 12. September 2017 in der IHK Magdeburg statt
fand am 12. September 2017 in der IHK Magdeburg statt

 

Der Mitteldeutsche Exporttag als einer der wichtigsten Informations- und Kommunikationsveranstaltungen für exportorientierte Unternehmen fand auch dieses Jahr regen Zuspruch bei den Unternehmern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die 136 Teilnehmer aus den drei Bundesländern konnten sich in zwei Podiumsdiskussionen und vier Workshops zu rechtlichen Themen informieren. Besonderes Highlight war dieses Jahr der Workshop von Manfred Repp, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, „Mit einem Bein im Knast – Exportkontrolle ist Chefsache“. Es wurde deutlich, dass die Unternehmer in der Verantwortung stehen. Insbesondere die Themen der Dual-Use-Güter und der Nullbescheide wurden von den Unternehmern hinterfragt und als Mehrwert an Informationen mitgenommen. Dual-Use-Güter sind Güter mit einem doppelten Verwendungszweck, die sowohl im zivilen Bereich als auch zu militärische Zwecke genutzt werden können. Der Export solcher Güter kann Beschränkungen unterliegen. Um zu prüfen, ob Ihre Ausfuhrvorhaben genehmigungspflichtig oder verboten sind, können Nullbescheide bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt werden. Der Nullbescheid stellt rechtsverbindlich fest, ob die beantragte Ausfuhr weder verboten noch genehmigungspflichtig ist.

 

Neben der Exportkontrolle erhielten die Unternehmen bei dem Exporttag hilfreiche Hinweise für die Vertragsgestaltung mit ausländischen Kunden: „Ein Standardvertrag ist nicht ausreichend“ betonte Herr Marc-André Delp, Herfurth & Partner. Bei internationalen Verträgen ist das wichtigste Recht das UN-Kaufrecht, welches Anwendung finden sollte. Zudem ist empfehlenswert, ein Schiedsgericht zu vereinbaren und eindeutige Angaben zu Lieferzeiten und -umfang zu bestimmen. Dabei sind die INCOTERMS - Regelungen der Bedingungen der Transportdurchführung für Käufer und Verkäufer – nicht zu vernachlässigen.

 

Nicht nur eine rechtskonforme und umfängliche Vertragsgestaltung, sondern auch ein unternehmensspezifisches Forderungsmanagement kann ihr Exportgeschäft effizient und sicher gestalten. Einfache Sicherungsstrategien wie das Dokumentenakkreditiv und Bürgschaften sind im Export wichtig und vielseitig, wie Doreen Weisheit, Coface, den Teilnehmern erklärte.

 

Auch das Thema der Marken- und Produktpiraterie beobachten die Unternehmer mit Besorgnis. Dieses Thema wurde in dem vierten Workshop von Herrn René Mahlke, Hauptzollamt Magdeburg, und Dr. Alexandra Sperschneider, Die Patenterie GbR, Patent- und Rechtsanwaltssozietät, aufgegriffen. So sind ca. 70 Prozent der Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus von dieser Piraterie betroffen. Eine Möglichkeit gegen Nachahmer rechtlich vorzugehen bieten die gewerblichen Schutzrechte. Dabei ist zu beachten, dass diese Schutzrechte nur in dem Land gelten, in dem sie angemeldet wurden. Dies kann auch europa- oder weltweit erfolgen.

Bezeichnung Größe in Bytes  
Einführung Kevin Heidenreich.pdf 472.508
Workshop 1 Manfred Repp.pdf 1.563.750
Workshop 2 Doreen Weisheit.pdf 1.771.440
Workshop 3 Marc-Andre Delp.pdf 829.347
Workshop 3 Silvia Carbinakova.pdf 507.278
Workshop 4 Dr. Alexandra Sperschneider.pdf 1.126.495
Workshop 4 René Mahlke.pdf 412.330

Ansprechpartner

Tilo Werner
Tel.: 03681 362-203
Fax: 03681 362-220
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