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FAV-Prüfberichte nach § 24 FinVermV (Entwurf IDW 840-Prüfstandards)

Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat einen Prüfungsstandard zur Prüfung von Finanzanlagenvermittlern i.S.d. § 34f Abs. 1 Satz 1 GewO nach § 24 Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) am 14.03.2014 verabschiedet, den „IDW EPS 840“. Es handelt sich hierbei noch nicht um den endgültigen Standard. Ein vorgeschaltetes Konsultationsverfahren läuft bis zum 30.08.2014.

Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat einen Prüfungsstandard zur Prüfung von Finanzanlagenvermittlern i.S.d. § 34f Abs. 1 Satz 1 GewO nach § 24 Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) am 14.03.2014 verabschiedet, den „IDW EPS 840“. Es handelt sich hierbei noch nicht um den endgültigen Standard. Ein vorgeschaltetes Konsultationsverfahren läuft bis zum 30.08.2014.

 

Dennoch wird dieser Standard von den Wirtschaftsprüfern schon jetzt der Erstellung der Prüfungsberichte zugrunde gelegt. Der „IDW EPS 840“ ist auf der Homepage des IDW (www.idw.de) in der Rubrik Verlautbarungen, Download von Entwürfen abrufbar.

 

Dieser IDW-Prüfungsstandard ist erstmalig für die Prüfung von Gewerbetreibenden nach § 34f GewO i.V.m. § 24 FinVermV ab dem 01.01.2013 anzuwenden.

Die Prüfung nach § 24 FinVermV tritt an die Stelle der bisherigen Prüfung nach § 16  der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) für solche Gewerbetreibende, die am Stichtag 01.01.2013 über eine Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 Nr. 2 GewO in der bis zum 31.12.2012 geltenden Fassung verfügten und bis zum 01.07.2013 eine Erlaubnis nach § 34f GewO beantragt haben oder seit dem 01.01.2013 neu als Finanzanlagenvermittler eine Erlaubnis nach § 34f GewO erhalten haben.

Gewerbetreibende sind verpflichtet, sich regelmäßig für jedes Kalenderjahr durch einen geeigneten Prüfer prüfen zu lassen und den Prüfungsbericht bis zum 31. Dezember des Folgejahres bei der örtlich zuständigen Erlaubnisbehörde einzureichen.

 

Der Entwurf der Verlautbarung sieht für die Prüfung nach § 24 FinVermV ein bestimmtes Prüfungsverfahren vor. Der Prüfer hat darüber zu berichten, ob er auf der Grundlage von festgelegten Prüfungshandlungen Verstöße des Gewerbetreibenden gegen die Vorschriften der §§ 12 bis 23 FinVermV festgestellt hat. Der Pflichtenkatalog der FinVermV für Finanzanlagenvermittler geht deutlich über die bisherigen Pflichten des Gewerbetreibenden bei der Anlageberatung und -vermittlung von Finanzanlagen hinaus. Der Prüfer trifft hierbei aber keine Aussage zur Einhaltung der Vorschriften der FinVermV mit hinreichender oder begrenzter Sicherheit.

 

Für die Prüfung von Gewerbetreibenden i.S.d. § 34f Abs. 1 GewO sind nach § 24 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 FinVermV Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Wirtschaftsprüfungs- und Buchprüfungsgesellschaften sowie bestimmte Prüfungsverbände geeignete Prüfer. Der Prüfer hat mit dem Auftraggeber die Auftragsbedingungen schriftlich zu vereinbaren. Der Prüfer hat er sich einen Überblick über den Geschäftsbetrieb des Gewerbetreibenden – einschließlich der Organisation des Gewerbetreibenden zur Einhaltung der sich aus den §§ 12 bis 23 FinVermV ergebenden Verpflichtungen – und dessen Umfeld zu verschaffen.

 

Dazu können herangezogen werden:

 

  • Registereintrag
  • Produkt- und Vertragspartnerübersicht
  • Verzeichnis der Beschäftigten
  • Muster aller von dem Gewerbetreibenden im Verkehr mit seinen Auftraggebern verwendeten Verträge und Formulare
  • Aufzeichnungen über die getätigten Vermittlungs- und/oder Beratungsleistungen in Finanzanlagen, z.B. Kundenaufträge zum Kauf, Verkauf oder Umtausch von Finanzanlagen sowie Aufzeichnung über die Weiterleitung der Kundenaufträge zu einem der in § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 8 KWG genannten Unternehmen sowie
  • mit der Erlaubnisbehörde geführte Korrespondenz.

 

Der Gewerbetreibende hat dem Prüfer gemäß § 25 Abs. 1 FinVermV jederzeit Einsicht in die Bücher, Aufzeichnungen und Unterlagen zu gewähren sowie ihm alle Aufklärungen und Nachweise auf Verlangen zu geben, die der Prüfer für eine sorgfältige Prüfung benötigt. Der Prüfer hat von dem Gewerbetreibenden eine Vollständigkeitserklärung einzuholen, um sich die Vollständigkeit aller für seine Prüfung relevanten Informationen bestätigen zu lassen.

 

Aufgabe des Prüfers ist es, die Einhaltung der §§ 12 bis 23 FinVermV durch den Gewerbetreibenden zu prüfen und darüber zu berichten, ob er auf der Grundlage der in diesem IDW Prüfungsstandard festgelegten Prüfungshandlungen Verstöße des Gewerbetreibenden gegen die Vorschriften der §§ 12 bis 23

FinVermV festgestellt hat. Damit sich die zuständige Behörde ein ausreichendes und zutreffendes Bild über Art und Umfang der durchgeführten Prüfungshandlungen verschaffen kann, sind in dem Prüfungsbericht die durchgeführten Prüfungshandlungen hinsichtlich Art und Umfang und deren Ergebnisse

ausreichend detailliert und verständlich darzustellen.

 

Dieser IDW Prüfungsstandard berücksichtigt nicht die mit Wirkung zum 01.08.2014 in Kraft tretenden Änderungen der GewO durch das Gesetz zur Förderung und Regulierung einer Honorarberatung über Finanzinstrumente (Honoraranlageberatungsgesetz) vom 15.07.2013 sowie daraus resultierende Folgeänderungen der FinVermV. Er findet daher keine Anwendung auf die Prüfung von Honorar-

Finanzanlagenberatern nach § 34h GewO.

 

 

Dieses Informationsblatt soll – als Service Ihrer IHKs – nur erste Hinweise geben und erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl es mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurde, kann eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden.