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Neuer GKV-Beitrag für Selbständige

Zum 01.01.2019 ist das GKV-Versichertenentlastungsgesetz in Kraft getreten. Damit ist der Mindestbeitrag zur freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung für Selbständige gesunken, da nunmehr als Mindestbemessungsgrundlage monatliche Einnahmen von 1.083,33 € herangezogen werden und der monatliche Mindestbeitrag ohne Krankengeldanspruch auf etwa 160 € sinkt. Zuvor wurde ein fiktives Monatseinkommen von 2.283,75 € als Mindestbemessungsgrundlage herangezogen, sodass insbesondere Kleinselbständige mit nur geringem beitragspflichtigen Einnahmen entlastet werden.

 

Auf der anderen Seite ist die Beitragsbemessungsgrenze als Obergrenze von 4.425 € auf 4.537,50 € für das Jahr 2019 gestiegen. In diesem Zusammenhang sind ebenfalls die bisherigen Regelungen für Härtefälle und Existenzgründer entfallen, da die nunmehr geltende einheitliche Mindestbemessungsgrundlage für die Betroffenen günstiger ist als bisher.

 

Die tatsächliche Beitragsbemessung für freiwillig versicherte Selbstständige erfolgt auf Grundlage des aktuellen Einkommensteuerbescheids. Auf dessen Basis werden die Beiträge zukunftsbezogen bis zur Vorlage des nächsten Einkommenssteuerbescheides vorläufig festgesetzt. Ergeben sich nach dem Einkommensbescheid Änderungen, so werden nachträglich zu viel gezahlte Beiträge erstattet oder umgekehrt nachgefordert.

 

Zu beachten ist zuletzt, trotz der gesunkenen Mindestbemessungsgrundlage, dass auch Kleinselbständige trotz geringem Einkommens einen über den Mindestbeitrag hinausgehenden Beitrag zahlen können. Dies ist bei verheirateten Selbständigen der Fall, sofern dass Einkommen die hälftige Beitragsbemessungsgrenze von 2.268,75 € unterschreitet und der Ehepartner nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung abgesichert ist. In diesem Fall werden ebenfalls die hälftigen Einnahmen des Ehepartners bei der Beitragsberechnung als Familieneinkommen bei der Beitragsberechnung herangezogen.




Ansprechpartner

Christoph Beer
Tel.: 03681 362-321
Fax: 03681 362-320
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