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Skiunfall bei vom Arbeitgeber finanzierter und organisierter Reise zur Teambildung kein Arbeitsunfall

Das Sozialgericht (SG) Stuttgart hat mit Urteil vom 29.11.2017, Az. S 13 U 4219/16, entschieden, dass ein Unfall beim Skifahren im Rahmen einer mehrtägigen vom Arbeitgeber finanzierten und organisierten Reise zur Teambildung nicht als Arbeitsunfall zu werten ist.

 

Der Kläger nahm als Angestellter an einer mehrtägigen Teambildungsfahrt teil und verunfallte beim Skifahren. Er begehrte Anerkennung eines Arbeitsunfalls. Das SG Stuttgart hat das Skifahren als unversicherte Tätigkeit angesehen. Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) können Gemeinschaftsveranstaltungen, die einen betrieblichen Zweck verfolgen, unter dem Schutz der Unfallversicherung stehen, z. B. wenn sie dazu dienen, das Betriebsklima und den Zusammenhalt der Beschäftigten untereinander zu fördern. Allerdings müsse bei einer solchen versicherten Gemeinschaftsveranstaltung dem Arbeitgeber erklärtermaßen an einer auch objektiv möglichen Teilnahme der gesamten Belegschaft gelegen sein. Es genüge nicht, dass die Teilnahme grundsätzlich allen Beschäftigten offenstehe. Nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehe eine Veranstaltung, die mit Gefahren verbunden sei, die erwarten ließen, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Belegschaft von der Teilnahme Abstand nehmen werde, oder wenn die Veranstaltung aus sonstigen Gründen so ausgelegt sei, dass davon auszugehen sei, dass ein Teil der Belegschaft an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen kann oder will. Nach Auffassung des Sozialgerichts war vorliegend die Tätigkeit des Skifahrens objektiv nicht geeignet, den Zusammenhalt zwischen den Mitarbeitern zu stärken. Von der Tätigkeit des Skifahrens seien bereits diejenigen Teilnehmer ausgeschlossen, die nicht Skifahren könnten oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage seien, diese Betätigung auszuüben. Hinzu komme, dass Skifahren mit nicht unerheblichen Verletzungsgefahren verbunden sei, sodass nach objektiven Kriterien davon auszugehen sei, dass ein Teil der Belegschaft auch aus diesen Gründen hiervon Abstand nehmen werde. Weiterhin sei während des Skifahrens eine Durchmischung der Belegschaft nicht möglich, da nur diejenigen an dieser Veranstaltung teilnähmen, die auch Skifahren könnten. Schließlich stehe, auch wenn Kommunikation beim Skifahren möglich sei, weder diese noch die Gemeinsamkeit im Vordergrund der Tätigkeit.




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