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Förderung für die Einstellung von Mitarbeitern

 

Auf der Suche nach Arbeitskräften wenden sich die Unternehmen häufig an die Arbeitsagentur. In Zeiten sinkender Arbeitslosigkeit werden jedoch passgerechte Angebote seltener. Lohnkostenzuschüsse können das Problem einer geringen Arbeitsproduktivität in der Einarbeitungsphase mildern. Dieses bewährte Instrument zur Eingliederung von Arbeitslosen wird nun durch verschiedene Modelle erweitert. Dazu zählen Coaching-Modelle und eine neue Einstellungsprämie des Landes Thüringen.

 

Monat für Monat erreicht die Südthüringer Arbeitslosenquote neue Tiefstände. Planen Unternehmen die Einstellung neuer Mitarbeiter oder suchen Ersatz für ausgeschiedenes Personal, machen sie häufig die Erfahrung, dass der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur keine passgenaue Vermittlung vornehmen kann. Im Herbst 2014 wandten sich 64 Prozent der Unternehmen auf der Suche nach Fachkräften an die Arbeitsagentur. Nur knapp die Hälfte derer, die dort ihr Glück versuchten, hatte Erfolg.

 






Das Instrument des Eingliederungszuschusses setzt an diesem Problem an. Unternehmen können sich die Einstellung von Personen fördern lassen, wenn deren Produktivität im Vergleich zum Lohn zu niedrig ist. Es gibt allerdings keinen Rechtsanspruch auf Förderung.

 

Der Eingliederungszuschuss ist ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt und soll Minderleistungen ausgleichen. Er beträgt bis zu 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbetrag. Er wird für bis zu zwölf Monate gewährt. Allerdings gibt es eine Nachbeschäftigungspflicht. Um Mitnahmeeffekte auszuschließen, müssen Mitarbeiter nach Auslaufen der Förderung weiterbeschäftigt werden. Die Nachbeschäftigungsfrist ist in der Regel ebenso lang wie die Förderungsdauer. Wird das Beschäftigungsverhältnis durch das Unternehmen vorzeitig beendet, muss die Fördersumme zurückgezahlt werden. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn ein bestehendes Arbeitsverhältnis beendet wird, um den Zuschuss zu erhalten, oder wenn eine Person gefördert werden soll, die innerhalb der letzten vier Jahre bereits mehr als drei Monate sozialversicherungspflichtig im Unternehmen beschäftigt war.

 

Für Arbeitnehmer, die das fünfzigste Lebensjahr vollendet haben oder die behindert bzw. schwerbehindert sind, sind höhere Zuschüsse möglich, die Bezugsdauer kann verlängert werden.

 

  • Für Arbeitnehmer, die das fünfzigste Lebensjahr vollendet haben, kann die Dauer der Förderung  bis zu 36 Monate mit einer Förderhöhe von bis zu 50 Prozent betragen.
  • Für Menschen mit Behinderungen kann die Förderhöhe bis zu 70 Prozent des Arbeitsentgelts und die Förderdauer bis zu 24 Monate betragen. Nach Ablauf von zwölf Monaten vermindert sich der Eingliederungszuschuss um 10 Prozent.
  • Für besonders betroffene Menschen mit schweren Behinderungen kann die Förderdauer bis zu 60 Monate und bei Überschreiten des 55. Lebensjahrs bis zu 96 Monate betragen. Der Eingliederungszuschuss mindert sich in diesen Fällen nach 24 Monaten alle zwölf Monate um 10 Prozent, wobei grundsätzlich mindestens 30 Prozent der Bemessungsgrundlage gezahlt werden.

 

Weitere Informationen finden Sie in den Links auf dieser Seite.

 

Ansprechpartner:

 

  • Der für Sie zuständige Ansprechpartner des Arbeitgeber-Services der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit oder des für Sie zuständigen Jobcenters;
  • Sie haben keinen Ansprechpartner: Dann nutzen Sie die bundeseinheitliche Telefonnummer des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit, Tel.: 0800 4555520. Der Anruf ist für Sie kostenfrei.

in Suhl und in den Landkreisen Hildburghausen, Ilm-Kreis und Sonneberg

 

Viele langzeitarbeitslose Menschen wollen gerne wieder arbeiten. Sie sind motiviert und dankbar, wenn sie eine Möglichkeit bekommen, ihre Fähigkeiten wieder an einem Arbeitsplatz einbringen zu können.

 

Das ESF-Bundesprogramm bietet Arbeitgebern, die langzeitarbeitslose Menschen sozialversicherungspflichtig für mindestens 24 Monate mit einer Wochenarbeitszeit von mindestens 20 Stunden einstellen, umfassende Unterstützung an. Dazu gehören Beratung und Coaching direkt im Unternehmen, um die Fähigkeiten dieser Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Unternehmen schrittweise auszubauen.

 

Wie Sie sich beteiligen und was Sie erwarten können:

 

  • Geeignete Bewerberinnen und Bewerber werden Ihnen persönlich vorgestellt.
  • Für ein vermindertes Leistungsvermögen der Arbeitnehmer sowie für den Einarbeitungsaufwand wird in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung ein Lohnkostenzuschuss von 75 Prozent des Arbeitsentgelts gewährt werden. Weitere neun Monate beträgt der Zuschuss 50 Prozent, danach für weitere drei Monate 25 Prozent Zuschuss. Die Nachbeschäftigungsfrist beträgt sechs Monate.
  • Coaches unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, sich in die Tätigkeit einzuarbeiten und in Ihr Unternehmen zu integrieren.
  • Gemeinsam mit Ihnen wird ein Förderplan für den Arbeitnehmer erstellt, der konkrete Schritte zur nachhaltigen Integration im Unternehmen enthält.

 

Weitere Informationen finden Sie in den Links auf dieser Seite.

 

Ansprechpartner:

 

Jobcenter Suhl

Frau Carl                                                                                                                 

Werner-Seelenbinder-Str. 8

98529 Suhl                                                                           

Tel.: 03681 821322

E-Mail: jobcenter-suhl@jobcenter-ge.de

 

Jobcenter Landkreis Hildburghausen

Puschkinplatz 6

98646 Hildburghausen

Tel.: 03685 786302

E-Mail: Jobcenter-Hildburghausen@jobcenter-ge.de

 

Jobcenter Ilm-Kreis

Frau Bloch und Frau Glatz

Bierweg 2

99310 Arnstadt

Tel.:03628 6105864 (Frau Bloch) und 03628 6105502 (Frau Glatz)

E-Mail: Martina.Bloch@jobcenter-ge.de und  Karin.Glatz@jobcenter-ge.de

 

Jobcenter Landkreis Sonneberg

Frau Taute

Bahnhofstr. 44-48

96515 Sonneberg

Tel.: 03675 8903623

E-Mail: Jobcenter-Sonneberg@jobcenter-ge.de

im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

 

Das Jobcenter Schmalkalden-Meiningen beteiligt sich an oben genanntem ESF-Programm nicht. Der Landkreis hat ein eigenes Förderprogramm aufgelegt. Das Modellprojekt Patenschaften gliedert sich in drei Phasen in den Unternehmen:

 

  • Betriebliche Testphase: Für bis zu drei Monate können mögliche Arbeitnehmer von den Unternehmen erprobt werden. Der Arbeitnehmer bezieht in der Testphase sein Arbeitslosengeld II und erhält außerdem eine vom Landkreis finanzierte Motivationshilfe von monatlich 100 Euro.
  • Auswahlprozess: Geeignete Teilnehmer der Testphase werden durch den Arbeitgeber ausgewählt.
  • Beschäftigungsphase: In dieser Phase kann ein Eingliederungszuschuss an das Unternehmen bezahlt werden. Der Beschäftigung kann eine vom Jobcenter finanzierte Weiterbildung vorgeschaltet werden. Alternativ ist parallel zur Beschäftigung eine vom Jobcenter finanzierte Qualifizierung vorgeschaltet.

 

Die Unternehmen stellen den Arbeitnehmern während der gesamten Projektlaufzeit einen berufserfahrenen Paten zur Seite. Pate, Unternehmen und Arbeitnehmer werden durch den Projektkoordinator des Landkreises in allen Angelegenheiten des Projekts betreut.

 

Weitere Informationen erhalten Sie im Downloadbereich zu dieser Seite.

 

Ansprechpartner:

 

Landratsamt Schmalkalden-Meiningen

Fachbereich Arbeit Kommunales Jobcenter

Jürgen Pfeiffer

Haus II/Zimmer 139

Obertshäuser Platz 1

98617 Meiningen

Tel.: 03693 485536

Fax: 03693 485580

E-Mail: j.pfeiffer@lra-sm.thueringen.de

Nicht alle Unternehmen können oder wollen Eingliederungszuschüsse in Anspruch nehmen. Werden Personen eingestellt, die bereits in ihrer Arbeitslosigkeit eine besondere Betreuung durch das Land Thüringen  erfahren haben, gewährt der Freistaat eine Einstellungsprämie.

Bei Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses werden an den Arbeitgeber nach Ablauf von sechs Monaten 2.000 Euro als Einstellungsprämie ausgezahlt, nach Ablauf des zwölften Monats weitere 1.500 Euro, nach Ablauf des achtzehnten Monats weitere 1.500 Euro und nach Ablauf von 24 Monaten weitere 2.000 Euro.

 

Nähere Informationen finden Sie unter den nebenstehenden Links.