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Förderung für die Einstellung von Mitarbeitern

 

Von 2019 an wird die staatliche Förderung zur Einstellung von Arbeitslosen teilweise neu geordnet. Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose einstellen, können umfangreiche Lohnkostenzuschüsse erhalten. Weitere bisher bestehende Fördermöglichkeiten bleiben unverändert. Im folgenden geben wir einen Überblick über die aktuelle Förderkulisse. Besteht Interesse, dann ist der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Ihr erster Ansprechpartner.

 

 






Wer längere Zeit arbeitslos war, tut sich mit den Anforderungen der Arbeitgeber schwer. Lohnkostenzuschüsse können das Problem einer geringeren Arbeitsproduktivität mindern. Sie werden ab 2019 nach der Dauer der Arbeitslosigkeit gestaffelt.

 

Eingliederungszuschuss als Ausgleich von Minderleistungen

 

Eigentlich ist der Bewerber nicht der Richtige für Ihre freie Stelle, aber Sie sehen Potential. Nach einer längeren Einarbeitung könnte der Bewerber ein wertvoller Mitarbeiter für Sie werden. Für solche Fälle ist der Eingliederungszuschuss gedacht. Er ist eine Ermessensleistung, d. h. es gibt keinen Rechtsanspruch auf Förderung.

 

Der Eingliederungszuschuss ist ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt und soll Minderleistungen ausgleichen. Er beträgt bis zu 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbetrag. Er wird für bis zu zwölf Monate gewährt. Allerdings gibt es eine Nachbeschäftigungspflicht. Um Mitnahmeeffekte auszuschließen, müssen Mitarbeiter nach Auslaufen der Förderung weiterbeschäftigt werden. Die Nachbeschäftigungsfrist ist in der Regel ebenso lang wie die Förderungsdauer. Wird das Beschäftigungsverhältnis durch das Unternehmen vorzeitig beendet, muss die Fördersumme zurückgezahlt werden. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn ein bestehendes Arbeitsverhältnis beendet wird, um den Zuschuss zu erhalten, oder wenn eine Person gefördert werden soll, die innerhalb der letzten vier Jahre bereits mehr als drei Monate sozialversicherungspflichtig im Unternehmen beschäftigt war.

 

Für Arbeitnehmer, die das fünfzigste Lebensjahr vollendet haben oder die behindert bzw. schwerbehindert sind, sind höhere Zuschüsse möglich, die Bezugsdauer kann verlängert werden.

 

  • Für Arbeitnehmer, die das fünfzigste Lebensjahr vollendet haben, kann die Dauer der Förderung  bis zu 36 Monate mit einer Förderhöhe von bis zu 50 Prozent betragen.
  • Für Menschen mit Behinderungen kann die Förderhöhe bis zu 70 Prozent des Arbeitsentgelts und die Förderdauer bis zu 24 Monate betragen. Nach Ablauf von zwölf Monaten vermindert sich der Eingliederungszuschuss um 10 Prozent.
  • Für besonders betroffene Menschen mit schweren Behinderungen kann die Förderdauer bis zu 60 Monate und bei Überschreiten des 55. Lebensjahrs bis zu 96 Monate betragen. Der Eingliederungszuschuss mindert sich in diesen Fällen nach 24 Monaten alle zwölf Monate um 10 Prozent, wobei grundsätzlich mindestens 30 Prozent der Bemessungsgrundlage gezahlt werden.

 

Einstellung von Langzeitarbeitslosen ab 2 Jahren Arbeitslosigkeit


Beginnend ab 2019 wird die Einstellung von Langzeitarbeitslosen besonders gefördert. Fördervoraussetzung ist in diesem Fall, dass der Bewerber seit mindestens zwei Jahren arbeitslos ist. Wird in diesem Fall ein Arbeitsverhältnis für mindestens zwei Jahre begründet, so können in dieser Zeit die Lohnkosten weitgehend vom Jobcenter übernommen werden. Im ersten Beschäftigungsjahr werden 75 Prozent des Arbeitsentgelts sowie ein pauschalierter Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag übernommen. Im zweiten Beschäftigungsjahr sinkt die Förderung auf 50 Prozent. Es gibt keine Nachbeschäftigungsfrist, d. h. Mitarbeiter müssen über den Förderzeitraum hinaus nicht weiter beschäftigt werden.

Die Förderung wird durch ein Coaching begleitet, das die Arbeitsagentur oder von ihr beauftragte Dritte durchführen. Damit soll verhindert werden, dass der Mitarbeiter das Beschäftigungsverhältnis aufgibt, weil er sich nach der langen Phase der Arbeitslosigkeit überfordert fühlt. Im Rahmen des Coachings werden Alltagshilfen und Hilfen im Umgang mit Behörden sowie bei Bedarf persönliche Kompetenzen gefördert. Das Coaching erfolgt während der gesamten Förderdauer. In den ersten sechs Minaten muss der Mitarbeiter für das Coaching freigestellt werden.

 

Einstellung von Langzeitarbeitslosen ab 7 Jahren Arbeitslosigkeit


Für Personen, die in den letzten sieben Jahren mindestens sechs Jahre lang Arbeitslosengeld II erhalten haben, gibt es ab 2019 eine besondere Förderung. Betroffen ist ein überschaubarer Personenkreis, der in Südthüringen im unteren dreistelligen Bereich ist.

Arbeitsverhältnisse können bis zu fünf Jahre gefördert werden. In den ersten beiden Jahren wird das zu berücksichtigende Arbeitsentgelt einschließlich eines  pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag zu 100 Prozent durch das Jobcenter übernommen. Im dritten Jahr beträgt die Förderung 90 Prozent, im vierten Jahr 80 Prozent und im fünften Jahr 70 Prozent. Eine Befristung des Arbeitsvertrages auf bis zu 5 Jahre ist in diesem Fall zulässig, ebenso kann aber auch ein kürzeres Arbeitsverhältnis begründet werden, das maximal einmal verlängert werden kann. Gefördert wird die Entlohnung nach dem gesetzlichen Mindestlohn oder nach einem Tarifvertrag. Auf den Tarifvertrag muss im Arbeitsvertrag verwiesen werden. Soll der Mitarbeiter für seine Tätigkeit weitergebildet werden, können bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis zu einem Maximalbetrag von 3.000 Euro je Mitarbeiter durch das Jobcenter übernommen werden.

Die Förderung wird durch ein Coaching begleitet, das die Arbeitsagentur oder von ihr beauftragte Dritte durchführen. Damit soll verhindert werden, dass der Mitarbeiter das Beschäftigungsverhältnis aufgibt, weil er sich nach der langen Phase der Arbeitslosigkeit überfordert fühlt. Im Rahmen des Coachings werden Alltagshilfen und Hilfen im Umgang mit Behörden sowie bei Bedarf persönliche Kompetenzen gefördert. Das Coaching erfolgt während der gesamten Förderdauer. In den ersten zwölf Minaten muss der Mitarbeiter für das Coaching freigestellt werden.

Dieses Förderinstrument wird vor allem von Gemeinden und Städten sowie gemeinnützigen Trägern nachgefragt. Im Einzelfall kann es auch für Ihr Unternehmen interessant sein. Wenn Interesse besteht, melden Sie sich bitte so schnell wie möglich beim Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur.

 

Ansprechpartner:

Sie haben Fragen? Dann wenden Sie sich bitte an den zuständigen Ansprechpartner des Arbeitgeber-Services der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit oder des für Sie zuständigen Jobcenters.

 

Sie haben keinen Ansprechpartner? Dann nutzen Sie die bundeseinheitliche Telefonnummer des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit, Tel.: 0800 4555520. Der Anruf ist für Sie kostenfrei.

im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

 

Der Landkreis hat ein eigenes Förderprogramm aufgelegt. Das Modellprojekt Patenschaften gliedert sich in drei Phasen in den Unternehmen: 

 

  • Betriebliche Testphase: Für bis zu drei Monate können mögliche Arbeitnehmer von den Unternehmen erprobt werden. Der Arbeitnehmer bezieht in der Testphase sein Arbeitslosengeld II und erhält außerdem eine vom Landkreis finanzierte Motivationshilfe von monatlich 100 Euro.
  • Auswahlprozess: Geeignete Teilnehmer der Testphase werden durch den Arbeitgeber ausgewählt.
  • Beschäftigungsphase: In dieser Phase kann ein Eingliederungszuschuss an das Unternehmen bezahlt werden. Der Beschäftigung kann eine vom Jobcenter finanzierte Weiterbildung vorgeschaltet werden. Alternativ ist parallel zur Beschäftigung eine vom Jobcenter finanzierte Qualifizierung vorgeschaltet.

 

Die Unternehmen stellen den Arbeitnehmern während der gesamten Projektlaufzeit einen berufserfahrenen Paten zur Seite. Pate, Unternehmen und Arbeitnehmer werden durch den Projektkoordinator des Landkreises in allen Angelegenheiten des Projekts betreut.

Nicht alle Unternehmen können oder wollen Eingliederungszuschüsse in Anspruch nehmen. Werden Personen eingestellt, die bereits in ihrer Arbeitslosigkeit eine besondere Betreuung durch das Land Thüringen  erfahren haben, gewährt der Freistaat eine Einstellungsprämie.

Bei Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses werden an den Arbeitgeber nach Ablauf von sechs Monaten 2.000 Euro als Einstellungsprämie ausgezahlt, nach Ablauf des zwölften Monats weitere 1.500 Euro, nach Ablauf des achtzehnten Monats weitere 1.500 Euro und nach Ablauf von 24 Monaten weitere 2.000 Euro.

 

Nähere Informationen finden Sie unter den nebenstehenden Links.