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Unternehmerpeis AKZEPTANZ zur Integration von behinderten Menschen


Unternehmenspreis der Lebenshilfe Thüringen „AKZEPTANZ 2016“ geht an Tischlerei Pappsdorf in Weimar
Erfurt 08/11/2016 - Die Weimarer Tischlerei Stefan Pappsdorf ist mit dem Unternehmenspreis der Lebenshilfe Thüringen, AKZEPTANZ 2016, ausgezeichnet worden. Unter neun Nominierten wählte die Jury das Familienunternehmen für die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Menschen mit Behinderungen aus. Weitere Ehrenpreise gingen an die Firmen Apollo Optik Ilmenau und die Bäckereikette Helbing aus Leinefelde Worbis. Mit dem Preis AKZEPTANZ werden seit 2010 Unternehmen ausgezeichnet, die Menschen mit Behinderungen die Teilhabe an Arbeit ermöglichen. Gefördert wird der Preis in Höhe von 3.000 Euro von der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen. Partner sind die Thüringer Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und der Thüringer Bauernverband. Schirmherrin ist Thüringens Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner.

Die größten begehbaren Schwibbögen der Welt werden in der Tischlerei von Stefan Pappsdorf gefertigt. In dem kleinen Betrieb arbeitet seit dem 4. Januar 2016 Herr Robert Steinbrück. Begonnen hat alles mit der Kooperation zwischen der Tischlerei und der Werkstatt für behinderte Menschen des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda in Kromsdorf. Herr Steinbrück durchlief den Berufsbildungsbereich der Werkstatt und kam über ein Praktikum zur Tischlerei, die bei verschiedenen Produktions- und Montagezweigen mit der Werkstatt kooperiert. Das Talent von Herrn Steinbrück überzeugte Stefan Pappsdorf und in Kooperation mit der Arbeitsagentur und dem Versorgungsamt kam es zur Festeinstellung.

„Diese gelebte Inklusion hat die Jury überzeugt, dass die Tischlerei Pappsdorf der richtige Preisträger für AKZEPTANZ 2016 ist. Es macht deutlich, dass der Übergang von Werkstätten für behinderte Menschen in den ersten Arbeitsmarkt gelingt, wenn alle beteiligten Partner an einem Strang ziehen“, so Birgit Diezel, Vorsitzende der Lebenshilfe Thüringen, in ihrer Laudatio.

Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner beglückwünschte als Schirmherrin alle nominierten Unternehmen: „Ich freue mich über die vielen Betriebe in Thüringen, die ihre soziale Verantwortung ernst nehmen und nach Möglichkeiten suchen, Menschen mit einer Beeinträchtigung, körperlicher oder geistiger Art, eine Chance zu geben. Dabei werden sie nicht allein gelassen, denn es gibt viele Möglichkeiten, dieses Engagement zu fördern. Deshalb ist es auch gut und wichtig, dass die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und der Bauernverband bei AKZEPTANZ mit im Boot sind.“

Neben der Tischlerei Pappsdorf erhielten Apollo Optik Ilmenau und die Bäckereikette Helbing aus Leinefelde-Worbis Ehrenurkunden. Apollo Optik hat die Weiterbeschäftigung einer Mitarbeiterin trotz schwerer Krankheit ermöglicht. Die Bäckereikette Helbing hat zahlreiche Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen und kooperiert mit der regionalen Lebenshilfe.

Die weiteren Nominierten:

  • Simis Restaurant und Partyservice im Jenaer Stadtteilzentrum LISA, für Praktikumsplätze und Außenarbeitsplätze für Werkstattbeschäftigte der Roda-Werkstatt 
  • ADVA Optical Networking Meiningen, für die Schaffung von Außenarbeitsplätzen für Werkstattbeschäftigte des Lebenshilfewerks Meiningen
  • Stiftung Rehabilitationszentrum Thüringer Wald, für das Projekt der Werkstatt für behinderte Menschen „Südthüringens schönste Aussicht“
  • Firma Kaufung - Planen und Zelte in Kirchworbis, für die Unterstützung und Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen
  • QuerWege e.V. Jena, für die Ausbildung und Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen
  • Kindergarten Wachbergknirpse Brattendorf, für Praktikumsplätze des Förderzentrums Lindenschule der Stiftung Rehabilitationszentrum Thüringer Wald


In Thüringen kooperieren die regionalen Lebenshilfe-Werkstätten mit mehr als 200 Unternehmen der Privatwirtschaft. Mit rund 3.150 behinderten Beschäftigten wird ein Jahresumsatz von ca. 8 Millionen Euro erzielt. 257 Menschen mit Behinderungen sind auf Außenarbeitsplätzen tätig. Die neun Integrationsfirmen in Trägerschaft der regionalen Lebenshilfen beschäftigen insgesamt 262 Mitarbeiter, davon 118 Menschen mit Behinderungen.

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