Systemprüfung fehlgeschlagen!
Diese Website verwendet JavaScript.
In Ihrem Browser ist dies nicht aktiviert.
 

Forum F - Fachkräfte: Vom Flüchtling zur Fachkraft

Der beste Weg zur Integration von Flüchtlingen und zum Fußfassen in der deutschen Gesellschaft ist die Teilnahme am Berufs- und Erwerbsleben. Eine Vielzahl von Projekten und Initiativen wurde hierzu in den letzten Monaten ins Leben gerufen. Angesichts zunehmender Fachkräfteengpässe ergibt sich für die Wirtschaft neues Arbeitskräftepotenzial. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „forum F – Fachkräfte“ stellte die IHK Südthüringen gemeinsam mit der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit einige dieser Projekte interessierten Unternehmen vor.

 

Zur Veranstaltung folgten 90 Personen aus 60 Unternehmen, Institutionen und Kommunen der Einladung der IHK Südthüringen. Mit einem Ausländeranteil von gerade 2,4 Prozent in Südthüringen (Stand: 31.12.2014) ist die Beschäftigung von Ausländern und speziell Flüchtlingen für viele Unternehmen ein neues Thema. Eine aktuelle Umfrage der IHK Südthüringen zeigt jedoch, dass bereits 25 Prozent der Unternehmen die Einstellung von Mitarbeitern aus dem Ausland als Strategie zur Vermeidung von Fachkräfteengpässen ansehen. Vor vier Jahren waren es lediglich 12 Prozent.

 

Generell können Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland eine Ausbildung oder Beschäftigung aufnehmen, sofern die Agentur für Arbeit dem zustimmt. Vor der Arbeitsaufnahme wird geprüft, ob es für die Stelle auch Bewerber aus Deutschland oder aus dem europäischen Wirtschaftsraum gibt. Lediglich Asylberechtigte sind von dieser Vorrangprüfung ausgenommen. Häufig müssen jedoch vor der Arbeitsaufnahme weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Flüchtlinge optimal in Beschäftigung zu bringen.

 

Ein erster Schritt sind Sprachkurse. An sie knüpft das Projekt Perspektiven für Flüchtlinge (PerF) der Agentur für Arbeit an, das verschiedene Projektträger in Südthüringen durchführen. Innerhalb von zwölf Wochen werden Flüchtlinge an den deutschen Arbeitsmarkt herangeführt. Es kommt zu einer Feststellung der berufsfachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Außerdem werden berufsfachliche Sprachkenntnisse vermittelt. Eine Variante des Projektes richtet sich an jugendliche Flüchtlinge unter 25 Jahren (PerjuF), die innerhalb von vier bis sechs Monaten auch an das System der Berufsausbildung herangeführt werden.

 

Im Modellprojekt Ausbildung und Arbeit für Asylbewerber in Südthüringen (ASü) der Suhler SPA GmbH, der TIBOR GmbH in Suhl sowie der Handwerkskammer Südthüringen (HWK) werden Flüchtlingen nach einer Potenzialanalyse Berufsorientierung und Berufsvorbereitung oder eine fachspezifische Qualifizierung geboten. Daran können sich Praktika, Ausbildung, Nachqualifizierungsmaßnahmen oder eine Beschäftigung anschließen.

 

Am weitesten geht ein Projekt aller Thüringer IHKs und HWKs, das der Förderung der beruflichen Integration von Flüchtlingen (FIF) dient. Es richtet sich einerseits an Unternehmen und andererseits an Asylbewerber, Flüchtlinge und Migranten mit Bleibeperspektive in Thüringen. Im Projekt werden beide Seiten des Arbeitsmarkts zusammengebracht und miteinander vertraut gemacht. Im Fall von Streitigkeiten im Betriebsablauf versucht das Projekt außerdem zu schlichten.

 

 

Im Downloadbereich finden Sie die Präsentationen zur Veranstaltung

Bezeichnung Größe in Bytes  
1-Eröffnung.pdf 338.487
2-Nebe-Arbeitsagentur.pdf 1.339.935
3_FIF PPP.pdf 217.471
4-ASü-Projekt.pdf 768.338
5-PerF-Projekt.pdf 809.656
6-PerjuF-Projekt.pdf 263.445

Ansprechpartner

Aatefa Ghafari
Tel.: 03681 362-136 Mobilfunk: 0176 52098216
Fax: 03681 362-220
E-Mail schreiben


Seitenfunktionen