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Ausweitung der Lkw-Maut

Zum 1. Juli 2018 wird die Lkw-Maut auf alle rund 40.000 km Bundesstraßen ausgeweitet. Das entsprechende Vierte Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes (BFStr.MG) vom 27. März 2017 (BGBl. I S. 564) trat am 31. März 2017 in Kraft.

Damit wird das bereits bestehende mautpflichtige Bundesstraßennetz um rund 38.000 km erweitert. Die Maut auf Bundesstraßen wird auch innerhalb der Städte berechnet.

Mautpflicht besteht nach § 1 BFStrMG für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen, die für den Güterkraftverkehr bestimmt sind oder verwendet werden und deren zulässiges Gesamtgewicht mindestens 7,5 Tonnen beträgt.

Im Zusammenhang mit der Mautausweitung sind Fragen von Betroffenen an uns herangetragen worden, die durch den DIHK mit dem BAG besprochen wurden: 

  • Generell gilt, dass auch innerstädtische Bundesstraßen künftig mautpflichtig sind.
  • Straßennutzer können sich nicht darauf berufen, dass sie nicht gewusst hätten, dass er sich auf einer Bundesstraße befinden. Sie müssten sich hierüber kündig machen. Eine Vorschau auf die Mauttabelle mautpflichtiger Straßen ist auf der Webseite der bast verfügbar.
  • Bei Streckenabschnitten über 100 m ist von einer Mautpflicht auszugehen, bei kürzeren Abschnitten (Querungen oder Längsverkehre) nicht.
  • Sofern ein Fahrzeughalter mit dem selben Fahrzeug mautpflichtige und mautfreie Verkehre (Winterdienst) durchführt, muss er die On Board Unit (OBU) entsprechend ein- oder ausschalten oder sich für die mautpflichtige Fahrt manuell einbuchen.

    Fazit: Es empfiehlt sich, eine OBU einzubauen. Dann muss sich der Fahrer keine Gedanken machen, ob er sich auf einem mautpflichtigen Abschnitt befindet.


Die Maut-Tarife bestehen aus dem Mautteilsatz für die Infrastruktur und dem Mautteilsatz für die durch den Lkw verursachte Luftverschmutzung, der sich nach der Schadstoffklasse des Lkw richtet. Der Mautteillsatz für die Infrastruktur ist abhängig von der Achsklasse (2, 3, 4, 5 und mehr Achsen).

Abgerechnet werden kann die Maut auf drei Wegen:

  1. Über den Einbau einer On-Board-Unit
  2. Anmeldung an einem der 3.500 Terminals in Deutschland oder
  3. per Internet/App.


Güterkraftverkehrsunternehmen können beim Bundesamt für Güterverkehr Förderungen für Weiterbildungsmaßnahmen oder für Maßnahmen zur Förderung von Sicherheit und Umwelt erhalten. Dazu zählen beispielsweise  Erwerb von Fahrerassistenz- oder Partikelminderungssystemen, von Telematiksystemen, Software zur Darstellung, Auswertung, Verwaltung oder Archivierung der Daten des digitalen Tachografen.

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